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Donnerstag, 21 Februar, 2013

Doppelabschlüsse erweitern Horizonte

Internationale Studiengänge, die einen doppelten Abschluss als "Joint Degree" oder "Double Degree" ermöglichen, liegen im Trend. Angefangen hat die Entwicklung bei Wirtschaftsstudiengängen, in denen schon seit Jahren der gleichzeitige Abschluss an einer deutschen und einer internationalen Hochschule angeboten wird. Inzwischen sind Studienangebote mit Doppelabschluss auch in anderen Disziplinen angekommen. Neben dem Erwerb von sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen haben die neuen Doppelabschlüsse zum Ziel, Studierende für bi- und multilaterale Projektaufgaben zu qualifizieren. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet Interessenten einen guten Überblick über bereits laufende Programme.

Künftige Ingenieure, Sozialwissenschaftler und Ökonomen haben gegenwärtig die Auswahl aus mehreren hundert sehr unterschiedlichen Programmen auf allen Studienstufen. Insbesondere bei Masterprogrammen stehen häufig der Aufbau konkreter Problemlösungskompetenzen und der Ausbau informeller Vernetzungen im Mittelpunkt. Wegen der stark divergierenden Ausrichtungen der Studienprogramme sind Interessierte für Double Degrees besonders in der Pflicht, sich sorgfältig über die beteiligten Hochschulen, die Studieninhalte, die notwendigen Sprachvoraussetzungen und die Kosten für obligatorische Auslandsaufenthalte zu informieren.

Entwicklungsforschung geht doppelte Wege

Am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Fachhochschule Düsseldorf (FHD) ist ab 2013 ein internationaler Doppelabschluss für Studierende mit der Spezialisierungsrichtung "Empowerment Studies" zunächst als Pilotprojekt möglich. In Kooperation mit der University for Development Studies (UDS) in Tamale, Ghana, werden gemeinsame Lehreinheiten für Studierende beider Hochschulen angeboten. Durch Prüfungen an beiden Hochschulen erwerben die Studierenden einen der beliebten Double Degrees. Während der vorerst vierjährigen Pilotphase des Masterprogramms sind jeweils zehn Studienplätze für Studierende aus Deutschland und aus Ghana geplant.

Studienabschnitte mit jeweils anschließenden Prüfungen an der Partnerhochschule sind für alle Studierenden obligatorisch. Abgeschlossen wird das neue Masterstudium mit einer Master-Thesis aus dem Themenkomplex der internationalen Entwicklungsforschung. Bis 2016 wird die Pilotphase des Master-Doppelabschlusses vom DAAD mit insgesamt rund 200.000 Euro gefördert. Erste Erfahrungen mit dem gegenseitigen Studienaustausch haben die Partnerhochschulen bereits in Summer Schools und mit einem Kooperationsprogramm auf Bachelor-Ebene gesammelt. Die Bewerbung für den Doppelstudiengang "Empowerment Studies" (FHD) und "Development Education" (UDS) erfolgt jeweils zum Wintersemester. In Informationsveranstaltungen informiert der Fachbereich zusätzlich über Details des Master-Doppelabschlusses.