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Sonntag, 12 November, 2017

Der neu erschaffene Ulrich-Gonser-Preis geht in diesem Jahr an Stephan Bechtel. Der Student der Materialwissenschaften an der Universität des Saarlandes erhält als erster den Preis, der künftig den besten Absolventen oder die beste Absolventin der teilweise internationalen Masterstudiengänge auszeichnen wird.

Rennauto gebaut

Bechtel studierte nicht nur im Saarland, sondern auch an der Oregon State University, wo er einen Rennwagen baute und die Spitze des Rennwagens so konstruierte, dass sie möglichst viel Energie absorbieren kann, um bei einem Unfall den Fahrer zu schützen, dabei aber gleichzeitig auc möglichst leicht war. 

Studium an der Oregon State

Den Bau des Rennwagens begann er während seines Bachelorstudiums, während dessen er an der Oregon State University im Formula Student Team arbeitete und auch an internationalen Rennen teilnahm. Er empfand diese Möglichkeit des Studiums als große Chance. „Ich wurde an der Oregon State gleich gut aufgenommen, habe Freunde gefunden und viele Erfahrungen gesammelt. Wir haben eine ganze Reihe von Ausflügen gemacht, an den Greater Lake, aber auch nach Portland, Seattle, Las Vegas und Mexiko. Und Studiengebühren, die dort sehr hoch sind, musste ich nicht bezahlen. Das weiß ich eigentlich erst heute richtig zu schätzen“, sagte Bechtel.

Masterarbeit

In seiner Masterarbeit erforschte er die Schwachstellen von Klebstoffen auf Metall. Dieser Masterstudiengang bringt Inhalte aus der Chemie, Physik und Mathe sowie Ingenieurswissenschaften zusammen und soll helfen, neue Materialien und Werkstoffe zu entwickeln. Der 25-jährige Preisträger war dabei der beste seines Jahrgangs, mit Abschlussnote 1,0 und einer Masterarbeit mit der gleichen Note.

Fachkenntnisse und internationale Erfahrungen

Dabei zählten nicht nur die Noten, sondern auch die internationalen und praktischen Erfahrungen des Preisträgers. Denn Deutschland ist auch deshalb international wirtschaftlich stark, weil ein Großteil der Exporte auf neu erforschten Materialien und Werkstoffen beruhen. Diese Stoffe können Flugzeuge leichter, Elektroautos wettbewerbsfähig oder medizinische Produkte länger haltbar machen. Doch zusätzlich zur Fachkenntnis sind auch Sprachkenntnisse und internationale Erfahrungen wichtig.

Promotion

„Aufgrund der Qualität seines Masterabschlusses und seiner Leistungen im Studium erfüllt Stephan Bechtel die Kriterien für die Auswahl des Preisträgers vorbildlich“, erklärt der Saarbrücker Materialforscher und Professor für Funktionswerkstoffe Frank Mücklich, der den neuen Ulrich-Gonser-Preis initiiert hat. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Fachrichtungs-Feier Ende Oktober statt. Bechtel hat in der Zwischenzeit seine Promotion am Lehrstuhl für Leichtbausysteme im Bereich 3-D-Druck begonnen.