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Montag, 27 November, 2017

Junge Wissenschaftler benötigen ein internationales Netzwerk und Erfahrungen im Ausland. Um dies für junge Spitzenwissenschaftler zu vereinfachen, hat die Helmholtz-Gemeinschaft nun die „Helmholtz International Research Schools“ geschaffen, eine Kooperation aus Forschungs- und Hochschuleinrichtungen, zunächst in Heidelberg, Berlin, Karlsruhe, Argentinien und Israel.

Junge Talente fördern

„Für junge Wissenschaftler sind Auslandserfahrungen und internationale Netzwerke wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Karriere“, sagt Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Wir wollen junge Talente aus aller Welt bei diesem Schritt künftig noch besser unterstützen. Für begabte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler fördern wir deshalb die Helmholtz International Research Schools. Mit ihnen können wir die Promotionsmöglichkeiten für internationale Top-Talente noch vielfältiger gestalten und eine optimale internationale Forschungsumgebung bieten.“ 

Förderung von Forschungseinrichtungen und Universitäten, nicht Doktoranden

Die Bewerbung für die Förderung läuft über die Hochschulen und Forschungseinrichtungen, statt die Wissenschaftler direkt zu fördern. Um eine „Helmholtz International Research School“ zu bilden, schließen sich mehrere Einrichtungen zusammen, wobei mindestens eine deutsche und eine ausländische Einrichtung teilnehmen müssen. 

Budget von Helmholtz und aus eigenen Mitteln

Die so gebildeten und anerkannten Forschungskooperationen erhalten dann über einen Zeitraum von sechs Jahren insgesamt 1,8 Millionen Euro. Darüber hinaus müssen die Einrichtungen auch eigene Mittel zur Verfügung stellen, so dass sich das Budget in etwa verdoppelt.

Bereich Medizin

Die ersten drei Schools wurden in diesem Herbst eingerichtet. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) arbeitet zusammen mit der Universität Heidelberg und dem Weizmann Institute of Science in Israel, um Studierende und junge Postdoktoranden im Bereich Medizin zu fördern. Hier sollen rund 25 Wissenschaftler gefördert werden.

Bereich Materie

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeitet mit der Universidad Nacilan de San Martin aus Buenos Aires, Argentinien, zusammen. Im Bereich Materie, zum Beispiel in Astroteilchenphysik, werden ca 20 Doktoranden eine Förderung erhalten.

Bereich Energie

Im Forschungsbereich Energie werden rund 27 Wissenschaftler an mehreren Einrichtungen zusammenarbeiten. Hier schlossen sich das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, die Freie Universität Berlin, die Technische Universität Berlin, die Humboldt-Universität und die Unversität Potsdam zusammen und arbeiten mit fünf Instituten aus Israel zusammen. Besonderer Schwerpunkt soll dabei die Solarforschung werden.